Ein dramatischer Fehlpass, ein Eigentor und etliche Lücken in der Defensive, das machte das Spiel am 21. Spieltag der Bundesliga für Dortmund gegen Bayern Leverkusen aus. Dadurch dürfte die Meisterschaft für den FC Bayern vermutlich besiegelt sein.
Obwohl die neun Punkte Rückstand, welcher der BVB nach einer schockierend schwachen Leistung und der 2:5-Niederlage gegen Bayern Leverkusen auf den Tabellenführer hat, können zwar theoretisch noch aufzuholen sein, doch deutscher Meister wird Dortmund nicht mehr werden. Die Mannschaft unter Trainer Rose spielte zu unbeständig und fehlerhaft. Auch nach der zweiwöchigen Bundesligapause, in der betont an den Defensivschwächen der Mannschaft gearbeitet wurde, hat das nichts geändert.
Spiel beginnt mit diversen Fehlern vom BVB
Diese Partie taugte zur Demonstration der Probleme der Mannschaft: In der Offensive fehlt ohne Haaland die Durchschlagskraft. Aber auch Spieler wie Reus oder Brand blieben zu oft erfolglos und leisteten keinen gebührenden Beitrag zur Defensive. Geprägt wurde das Spiel zudem durch entsetzliche Fehler. So wie Akanjis Eigentor zum 0:1, welches Zagadou mit einem ärgerlichen Fehlpass am eigenen Strafraum eingeleitet hatte und das bereits in der 10. Spielminute.
Im Gegensatz zum Hinspiel, als die Mannschaft von Trainer Rose dreimal zurückgelegen und am Ende doch mit 4:3 gewonnen hat, gelang Dortmund an diesem Nachmittag keine Wende. Selbst das Eigentor des Leverkuseners Frimpong verlieh den Dortmundern keine Stabilität oder Sicherheit. Im Gegenteil, der BVB wirkte unsicher, hektisch und ließ sich auskontern. Sportbegeisterte, welche sich auf das Spiel gefreut haben und vorab einen Wettanbieter Test gemacht haben, bevor sie eine Wette auf ihren Wahlverein abgeschlossen haben, ärgerten sich teilweise, weil die wenigsten mit solch einem Ergebnis gerechnet hätten.
So ging es weiter
Der Versuch, die schnellen Leverkusener Angriffe zu verhindern, ist gescheitert. Das Publikum war entsetzt, und nach vorne fiel dem Team kaum etwas ein. Nach einer halben Stunde stand die Torschussbilanz 5:0 für Bayern Leverkusen. Dabei konnte man Haaland, dem jederzeit zuzutrauen ist, solch eine Partie noch zu drehen, ansehen, dass auch er nicht mehr daran glaubte. Die Hoffnung, dass er nach seiner Muskelverletzung zumindest für wenige Minuten spielen könnte, hatte sich bereits vor dem Spiel zerschlagen.
Hummels war nach einer Infektion wenigens auf der Bank, genau wie Reyna, welcher nach einer fünf Monate langen Verletzungspause erstmalig seit dem dritten Spieltag wieder spielen durfte. Aber das Team war nicht gut genug für diesen agilen Gegner Leverkusen, welcher von Wirtz und dem Tempo seiner Flügelstürmer gelenkt wurde. Obwohl sie ohne ihren Kapitän Hradecky spielen mussten, welcher kurzfristig durch einen positiven Coronatest ausfiel, wurde das der Mannschaft nicht zum Verhängnis.
Die Dortmunder fragen sich nun, warum in den letzten Wochen unter Trainer Rose keine Entwicklungen erkennbar wurde. Nach dem frustrierenden Verlauf der Champions League und dem deutlich zu frühen Aus im DFB-Pokal haben die Verantwortlichen beim BVB immer wieder auf die guten Bilanzen in der Bundesliga verwiesen. Obwohl diese immer noch anerkennenswert ist, werden die adäquaten Leistungen der Mannschaft von ihren Abwehrschwächen und ihrer fatalen Neigung zur Unbeständigkeit in den Schatten gestellt.











