Iranischer Sportminister widerspricht dem US-Präsidenten
Kontroverse um WM-Teilnahme des Iran
US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf.
"Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump. "Wir alle brauchen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen."
Noch genau 100 Tage bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft: Bei der XXL-WM trifft Deutschland in der Gruppe E auf drei Nationen, die der DFB-Elf Probleme bereiten könnten.
Exakt 100 Tage sind es noch, dann rollt der Ball über die Plätze der Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko. Drei Länder mit insgesamt 16 Austragungsorten. Das erste Spiel der WM zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika steigt am 11. Juni im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt.
Spielt der Iran bei der WM mit oder nicht? Es wäre die erste Absage eines qualifizierten Teams seit 1950, eine vergleichbare Situation gibt es in der WM-Geschichte nicht. Die FIFA lässt den Umgang mit der Krise offen.
Hat der Iran die WM-Teilnahme schon abgesagt?
Bislang gibt es nur die Aussagen des iranischen Sportministers. "Angesichts der Tatsache, dass diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, sind für uns die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in keiner Weise gegeben", sagte Ahmad Donyamali im vom Regime kontrollierten Staatsfernsehen mit Blick auf die US-Regierung. Man habe "definitiv keine Möglichkeit, teilzunehmen". Eine Bestätigung für eine Absage der WM-Teilnahme gibt es nicht. Die FIFA kommentierte eine Anfrage der Sportschau zum möglichen Rückzug des Iran nicht. Formal müsste eine Absage der Teilnahme durch den iranischen Nationalverband vorgenommen werden.
Zehn Spieler einer jamaikanischen Mannschaft haben kein Visum für das Achtelfinale im CONCACAF Champions Cup bei den Los Angeles Galaxy erhalten. Unter ihnen sind mehrere haitianische Staatsbürger.
Der Vorfall erneuerte die anhaltenden Bedenken rund um die Visavergabe im Vorfeld der WM im Sommer. WM-Teilnehmer Haiti zählt zu den 19 Ländern, deren Staatsbürger einem generellen Einreiseverbot in die USA unterliegen. Der Karibikstaat ist nach dem Iran der zweite unter den qualifizierten Ländern, der vom "travel ban" betroffen ist, den US-Präsident Donald Trump im Sommer 2025 erließ und der im Dezember aktualisiert wurde.
Die Türkei hat den Traum des Kosovo von der ersten WM-Teilnahme beendet und jubelt nach einem knappen Playoff-Sieg ihrerseits über das erste WM-Ticket seit 2002.
Kerem Aktürkoglu (53.) sorgte am Dienstag (31.03.2026) im Playoff-Finale im Fadil-Vokrri-Stadion von Pristina für den erlösenden 1:0 (0:0)-Siegtreffer im Kosovo und ein Happyend der türkischen WM-Qualifikation. Die Türkei, die sich im Halbfinale mit 1:0 gegen Rumänien durchgesetzt hatte, trifft nun bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko in Gruppe D auf Mit-Gastgeber USA, Paraguay und Australien.
Unerbittliche Schweden haben Robert Lewandowskis Traum von einer dritten WM-Teilnahme zerstört. Die schwedische Fußball-Nationalmannschaft bezwang Polen im Playoff-Finale von Solna dank eines späten Tores 3:2 (1:1) und löste damit eines der letzten europäischen Tickets nach Amerika.
Für die Schweden war der Sieg eine späte Genugtuung, denn vor vier Jahren, bei den Playoffs für die WM 2022, hatten sie noch gegen Polen verloren.
Italiens unrühmlicher Hattrick: Bosnien-Herzegowina hievt sich zur WM
Bosnien-Herzegowina steht zum zweiten Mal nach 2014 in der WM-Endrunde. Während dezimierte Italiener zum dritten Mal in Serie die Qualifikation verpassten, kannte der bosnische Jubel nach dem Elfmeterschießen keine Grenzen.
Wieder findet eine Fußball-WM ohne den vierfachen Weltmeister Italien statt. Italiens Fußballwelt ist verzweifelt - Fans und selbst die Politik fordern einen echten Neuanfang.
Rom, es ist der Tag nach dem entscheidenden Spiel gegen Bosnien-Herzegowina. In der King Bar im Norden der Stadt ist die Stimmung gedrückt. "Es war eine Enttäuschung", sagt Salvatore, der gerade seinen Kaffee trinkt. Sie hätten alle gehofft, diesmal endlich wieder dabei zu sein bei der WM. Und für Lorenzo war das Spiel "einfach nur ein Albtraum".
Felix Zwayer wird der einzige deutsche Schiedsrichter bei der WM 2026 sein. Das geht aus einer Liste der nominierten Schiris hervor.
Bei der WM 2022 wurde Zwayer von der FIFA nicht nominiert, bei der Klub-WM 2025 war er aber im Einsatz. Bei der EM 2024 wurde er von der UEFA berufen.
Neben Zwayer wurden auch seine Assistenten Robert Kempter und Christian Dietz berufen. Als Video-Assistent ist aus dem DFB alleine Bastian Dankert dabei, der zuletzt bei allen großen Turnieren als VAR nominiert worden war.
