Er kam, spielte und schoss direkt ein Tor. Und er brach einen alten Bundesligarekord innerhalb weniger Spielminuten. Edin Džeko ist der neue Star beim FC Schalke 04, der die Knappen in die erste Bundesliga führen soll.
Derzeit besitzt der 39-jährige Bosnier nur ein Arbeitspapier bis Saisonende beim königsblauen Traditionsverein. Wird der Mittelstürmer auch im Ruhrpott bleiben, wenn Schalke 04 den Aufstieg nicht packt?
Edin Džeko mit einer klaren Mission auf Schalke
Der Landsmann von S04-Coach Miron Muslić und Abwehrchef Nikola Katić hatte vor seinem Wechsel viele Gespräche mit den beiden. Im November erhielt Muslić ein Nationalmannschaftstrikot von Džeko. Die zwischenmenschliche Ebene passt. Die Wurzeln verbinden.
Die Mission auf Schalke ist für den Bosnier eindeutig: Tore schießen. Und direkt beim ersten Einsatz gegen den 1. FC Kaiserslautern schob der Angreifer die Kugel in den gegnerischen Kasten, auch wenn er nur kurzzeitig auf dem Platz stand.
Aktuell fühlt sich der Neuzugang auf Schalke sichtlich wohl und liefert ab. Es stellt sich allerdings die Frage, ob sich Džeko längerfristig in Gelsenkirchen verpflichten lässt, wenn Schalke 04 weiterhin in der 2. Bundesliga verharrt und den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpatzt.
Neuer Offensivstar ist kein Topverdiener
Džeko zählt laut Frank Baumann nicht als „Topverdiener“. Er ist „vom Grundgehalt mittendrin“. Zwar erhält der Spieler wohl Boni pro Tor, doch ein Spitzengehalt auf Schalke wird der Bosnier nur bedingt erreichen.
Ohnehin liegt das Topgehalt bei kolportierten 880.000 Euro, welches der Mannschaftskapitän Kenan Karaman erhält. Im Vergleich: Džeko kassierte rund drei Millionen Euro bei seinem bisherigen Verein AC Florenz.
Laut Baumann ist jedoch nicht auszuschließen, dass Džeko eine etwas saftigere Prämie erhält, wenn der FC Schalke 04 im Sommer aufsteigt. Für den Mittelstürmer ist Schalke ein emotionales Projekt. Der Traditionsclub hat im Buhlen um den Offensivstar unter anderem Paris FC ausgestochen.
Geht es Džeko nicht ums Geld?
Von Anfang an hat Schalke mit offenen Karten gespielt. „Es war vom ersten Gespräch an klar, dass es Edin nicht ums Geld geht. Wir haben gesagt, dass unser Budget eingeschränkt ist. Das war gar kein Thema“, berichtete der Sportdirektor.
Viele Spieler und Fans verbindet die Leidenschaft zum königsblauen Verein. Auch Edin Džeko kam nicht aufgrund des Geldes, sondern aufgrund der Magie auf Schalke. Demzufolge wäre eine Verlängerung mit dem Traditionsclub nicht auszuschließen, auch wenn S04 den Sprung in die 1. Liga nicht meistern sollte.
Muslic zeigt sich glücklich über Neuzugang
„Wir sind die einzige Mannschaft in der 2. Bundesliga, die keinen klassischen Targetspieler hat – à la Simon Terodde. Klassisch, oldschool, Arsch raus – das hat uns gefehlt. Edin hat diese Abschlussqualität“, erzählt der S04-Cheftrainer gegenüber „Sky“.
Auch Simon Terodde witzelte darüber, wieder zum FC Schalke zu kommen. Immerhin sei er zwei Jahre jünger als Džeko.
Wird es einen weiteren Neuzugang geben?
Nachdem Moussa Sylla für eine Rekordablöse von sieben Millionen Euro plus Boni in die USA wechselt, bestätigte Baumann, dass Schalke erneut auf dem Transfermarkt tätig werden möchte.
Vermutlich wollte der Schalke-Sportdirektor damit auf den geplanten Transfer von Dejan Ljubičić verweisen, der für eine Million Euro in den Ruhrpott kommen soll. Wann und ob der Mittelfeldspieler zu Schalke kommt, erfahren wir in den kommenden Tagen – spätestens am Deadline Day am 2. Februar.











