Der Bosnier Nikola Katić gehörte in der Hinrunde zu den prägenden Gesichtern beim FC Schalke 04. Er galt sogar als bester Innenverteidiger der 2. Bundesliga. In der Rückrunde der Saison 2025/26 scheint sein Glanz allerdings verpufft zu sein. Seine Entwicklung ist rückläufig, der königsblaue Beton gebrochen.
Was ist mit Katić los? Befindet sich der Schalke-Routinier in einer ernsthaften Formkrise? Und wird er seiner Rolle in der Startelf noch gerecht?
Bereits mehr Gegentreffer als in der gesamten Hinrunde
Die Hinrunde war primär von der felsenfesten Verteidigung geprägt, da Schalke 04 eher angriffsschwach war. In der Rückrunde scheint sich die Bilanz zu drehen. Nach gerade sieben Rückrundenspielen hat Königsblau bereits mehr Treffer kassiert, als in der gesamten ersten Saisonhälfte. Insgesamt elf Treffer landeten im Schalker Tor. In der Hinrunde waren es insgesamt nur zehn Gegentore.
Besonders Katić steht immer häufiger in der Kritik. Inzwischen spielt er nach der Umstellung auf die Viererkette als rechter Innenverteidiger. Davor war er der zentrale Mann in der Dreier-Abwehr. Auf seiner neuen Position werden seine Defizite in puncto Schnelligkeit sichtbarer. Wenn Gegner mit Steilpässen hinter die Abwehr kommen, dann bekommt der 29-Jährige ernsthafte Probleme.
Katić spielt nicht gegen Arminia Bielefeld
Der Chef der Hintermannschaft wird gegen Bielefeld nicht spielen. Grund dafür ist die fünfte Gelbe Karte, die er gegen Fürth kassiert hat, als er Noel Futkeu festhielt. Die Frage ist, ob seine Sperre ein Fluch oder Segen für die Gelsenkirchener ist. Immer häufiger macht sich eine Formdelle beim S04-Profi bemerkbar.
Abwehrchef bleibt weiterhin unverzichtbar auf Schalke
Bei den Knappen ist und bleibt Nikola Katić weiterhin unverzichtbar, bestätigten Profifußball-Direktor Youri Mulder und Schalke-Chefcoach Miron Muslić. Er ist weiterhin ein essenzieller Pfeiler der königsblauen Defensive. Außerdem seien seine Patzer das Resultat fehlender mannschaftlicher Strukturen. „Man sieht individuell immer schlecht aus, wenn die Struktur nicht eingehalten wird“, so Mulder.
Beeindruckend findet Mulder die vielen Zweikämpfe, die Katić gewinnt. Für ihn ist und bleibt der Bosnier ein wichtiger Schlüsselspieler im Team.
Ob dem Vizekapitän am Ende eine Pause guttut, ist unklar, doch auch nicht verwunderlich. Nach einer so langen und harten Saison tut eine kleine Auszeit mit Sicherheit gut. Doch zum Zweitligaspiel gegen Hannover 96 sollte Nikola Katić Mitte März wieder zurückkehren. In welcher Verfassung er sich befinden wird, sehen wir am 15. März um 13:30 Uhr in der Veltins-Arena sowie im Livestream.











