Abstellungsstreit mit der FIFA: CAS weist spanischen Einspruch ab

Frankfurt am Main (SID) – Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Einspruch des spanischen Ligaverbandes gegen die Ausdehnung der Abstellungsfenster für die kommenden WM-Qualifikationsspiele in Südamerika abgewiesen – der Streit mit dem Fußball-Weltverband FIFA ist damit aber längst nicht beendet. Die FIFA betonte am Sonntag, dass sie nun die Abstellung der nominierten Spieler erwarte. Spaniens La Liga gab jedoch bekannt, dass sie vor weitere gerichtliche Instanzen ziehen werde und bezeichnete die Ablehnung des CAS als nicht rechtens.

Die Ausdehnung des Abstellungszeitraums für die Südamerika-Qualifikationsspiele im September und Oktober durch die FIFA von neun auf elf Tage hatte für viel Kritik gesorgt, am lautesten aus Spanien. La Liga klagte eine „schwerwiegende einseitige Entscheidung der FIFA“ an und verweigerte Anfang der Woche die Abstellung der betroffenen Nationalspieler. Auch am Sonntag warf sie der FIFA eine „eindeutige Absichtserklärung“ vor, „die Autonomie der nationalen Ligen zu verletzen, was einen Missbrauch ihrer Rechte“ darstelle.

Die nächsten Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar finden vom 2. bis 10. September statt. Aus Spanien wurden für die Partien der südamerikanischen Nationalmannschaften 28 Spieler berufen. Laut La Liga könnten diese Profis ihren Klubs bei den für 11. und 12. September angesetzten Meisterschaftsspielen nicht zur Verfügung stehen, was „die sportliche Integrität unseres Wettbewerbs bedroht“.

La Liga bezeichnete dies als „unsinnige Situation“, die allerdings in der Länderspielperiode im Oktober erneut auftreten werde.

Die FIFA liefert sich mit La Liga eine Diskussion. ©SID GABRIEL BOUYS

Text und Fotos: SID

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