Auch CONMEBOL kritisiert FIFA-Plan: „Keine sportliche Rechtfertigung“

Köln (SID) – Die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL hat sich klar gegen den FIFA-Plan für die Austragung der WM im Zweijahresrhythmus ausgesprochen. Dies könne „den wichtigsten Fußballwettbewerb der Welt verzerren, seine Qualität mindern und seinen exklusiven Charakter sowie seine aktuell hohen Standards untergraben“, hieß es in einer Mitteilung. 

Außerdem würde die angedachte Umstellung zu einer Überlastung führen, „die im internationalen Wettkampfkalender praktisch nicht zu bewältigen“ sei. CONMEBOL veröffentlichte die Reaktion eigenen Angaben zufolge nach „Konsultationen mit führenden Vertretern des südamerikanischen Fußballs“.

„Die WM ist ein Ereignis, das die Aufmerksamkeit und Erwartungen von Milliarden Menschen auf sich zieht, weil es den Höhepunkt eines Ausscheidungsprozesses darstellt, der sich über die gesamten vier Jahre erstreckt und seine eigene Dynamik und Anziehungskraft hat“, hieß es im Statement. 

Für eine Verkürzung der Zeit zwischen den Weltmeisterschaften gebe es auch „keine sportliche Rechtfertigung“. Die Zustimmung zur Änderung müsse „das Ergebnis einer offenen Debatte sein, in der alle Meinungen und Kriterien berücksichtigt werden“. Die WM im Zweijahresrhythmus sei zudem „höchst unrentabel“. Daher bestätigte CONMEBOL „seine Unterstützung für das aktuelle WM-Modell“.

CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez. ©SID PABLO PORCIUNCULA

Text und Fotos: SID

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