Schalke schwebt nach einer weiteren torlosen Partie direkt über dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Mit derzeit sechs Punkten aus sieben Spielen und vier Toren in der gesamten Spielzeit 2026/27 stellt sich die berechtigte Frage, was mit den Offensivkräften des FC Schalke 04 los ist. Zum vierten Mal in dieser Saison bekam Loris Karius den Man-of-the-Match-Award überreicht. Und auf den vorderen Plätzen: Totenstille.
Erneute Saison auf Schalke mit Offensivschwäche?
Bereits in der Vorsaison in der 2. Bundesliga galt Schalke 04 als offensivschwaches Team, wenngleich die Knappen am Ende die Meisterschaft gewannen. Verantwortlich für die gesteigerte Offensivleistung war die Verpflichtung von Edin Džeko zur Winterpause. Der 40-Jährige ackerte hart und schoss in elf Zweitligaduellen sechs Tore und machte drei Vorlagen.
Dass der 152-malige Nationalspieler Bosniens Tore schießen kann, ist bekannt. Allein auf Länderspielebene trug er in seiner Karriere 73 Treffer bei. Bei dem Rest der Mannschaft scheint allerdings etwas Entscheidendes zu fehlen. Und auch bei Dzeko ist in dieser Saison förmlich die Luft raus. Nach fünf Einsätzen steht noch nichts Zahlbares bei dem Mittelstürmer im Profil.
Doch wer hat denn jetzt die vier Tore geschossen? Gegen Union Berlin trafen die Königsblauen dreimal (3:1) und gegen den SC Freiburg (1:2) landete der Ball zumindest einmal im gegnerischen Tor. Die Torjäger waren Robin Gosens, Adil Aouchiche und Maximilian Wöber gegen die Eisernen. Gegen die Freiburger traf Adrian Gantenbein.
Mittelsturm auf Schalke nur mittelmäßig?
Von den eigentlichen Mittelstürmern auf Schalke traf bislang kein Profi. Stattdessen rettet Loris Karius, der Torwart der Knappen, die Mannschaft wöchentlich. Auch gegen den 1. FC Köln erhielt er zum vierten Mal in dieser Saison den Man-of-the-Match-Award. Dazu äußerte sich der 33-Jährige folgendermaßen: „Die gesamte Mannschaft hat die Trophäe verdient. Die Jungs vor mir haben gut geackert und kaum Abschlüsse der Kölner zugelassen.“
Die Performance der Defensive stimmt, ähnlich wie in der Vorsaison in Liga 2. Der königsblaue Beton tut, was er soll, und holt im Zweifelsfall mit einem torlosen Remis einen wertvollen Punkt raus.
Auch Cheftrainer Miron Muslic weiß um die Qualitäten seiner Verteidigung, während er die Probleme im Sturm nicht übersehen kann. „Defensiv war das wieder eine Top-Performance. Wir haben ein drittes Spiel ohne Gegentor als Aufsteiger, das muss man zu diesem Zeitpunkt erst einmal schaffen, deshalb geht der Punkt auch voll in Ordnung“, so der Coach nach der Köln-Partie.
Gruselfaktor in Schalker Angriff nimmt zu
Im Nachgang des 7. Spieltags gibt es lediglich Lob und Kommentare zur königsblauen Defensive. Zur Offensive gibt es hingegen auch nicht viel zu berichten. In 90 Minuten gegen die Kölner schossen die Knappen lediglich einmal (!) aufs gegnerische Tor.
Timo Becker erzählte im Interview nach dem Duell: „Wir haben als Aufsteiger ein gutes Spiel gemacht und hatten auch unsere Torchancen. Am Ende hat uns der letzte Pass, der letzte Punch gefehlt.“
Mit einem einzigen Torabschluss hatte S04 weder die Torchancen, noch hat der letzte Punch gefehlt.
Die Misere ist teilweise auch durch die Ausfälle auf Schalke begründet. Moussa Sylla fehlt längerfristig mit einer Beinverletzung, Kapitän Kenan Karaman fällt ebenfalls aus. Allerdings darf nicht die gesamte Hoffnung auf einem einzigen Spieler liegen, wie hier im Fall von Moussa Sylla, der selbst von einer regelrechten Torflaute geplagt ist.










