Mit einer souveränen Vorstellung und zwei herausragenden Einzelspielern hat Brasilien den Pflichtsieg gegen Haiti eingefahren. Schon vor der Pause war die Partie entschieden.
Das verdiente, aber weitgehend glanzlose 3:0 (3:0) leitete der bundesligaerfahrene Matheus Cunha mit einem Doppelschlag in der 23. und 36. Minute ein. Vinicius Júnior besorgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3) den dritten Treffer.
Bei der WM ist zum ersten Mal ein Spieler vom Platz geflogen, weil er sich seinen Mund verdeckt hat. Nutznießer war die Türkei, an der 0:1 (0:1)-Niederlage - und am Ausscheiden - gegen Paraguay änderte auch das aber nichts. Das einzige Tor des Spiels durch Matias Galarza fiel bereits in der zweiten Minute.
Die geschichtsträchtige und bisher im Profifußball einmalige Szene der Partie ereignete sich jedoch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach einem Zweikampf war Isidro Pitta liegengeblieben, die Türken vermuteten Schauspielerei des südamerikanischen Stürmers und es kam zur Rudelbildung. Aus der heraus wandte sich Mert Müldür plötzlich höchstemotional beim Schiedsrichterassistenten und wies ihn auf eine Aktion hin, die mit dem Start dieser WM als rotwürdiges Vergehen gilt.
Die Niederlande feiert gegen Schweden den ersten Sieg bei der WM. Trainer Ronald Koeman beweist bei der Aufstellung ein goldenes Händchen.
Die Niederlande hat das zweite Gruppenspiel gegen Schweden mit 5:1 (2:0) gewonnen. Brian Brobbey brachte die Elftal in der Anfangsphase in Führung (5. Minute) und legte noch im ersten Abschnitt nach (17.). Nach der Pause erhöhte Cody Gakpo ebenfalls per Doppelpack (47./54.). Der kurz zuvor eingewechselte Anthony Elanga verkürzte für die Schweden (59.). Den Schlusspunkt setzte Crysencio Summerville kurz vor dem Abpfiff (89.).
Brobbey trifft doppelt für die Niederlande
Die Niederlande starteten im Vergleich zum Auftakt gegen Japan (2:2) etwas überraschend mit Brobbey vom FC Sunderland statt Senkrechtstarter Crysencio Summerville in die Partie in Houston. Die Entscheidung von Bondscoach Ronald Koeman sollte sich schnell auszahlen. Brobbey machte den Ball im Mittelfeld fest, Tijjani Reijnders schickte auf der linken Seite Cody Gakpo, dessen scharfe Hereingabe Brobbey aus fünf Metern in die Maschen drückte.
Fast 30 Torschüsse für Ecuador, aber an Eloy Room war kein Vorbeikommen: Curacaos Keeper bescherte dem kleinen Inselsaat mit einer fantastischen Leistung und unglaublichen 15 Paraden einen historischen Punktgewinn - und dem DFB-Team den Gruppensieg.
Durch das 0:0 muss Ecuador nun am Donnerstag (22 Uhr MESZ) Deutschland schlagen, um noch eine Chance auf die K.o.-Runde zu haben. Das DFB-Team steht nun bereits als Sieger der Gruppe E fest. Und auch Curacao darf noch von der Sensation träumen, bräuchte dazu allerdings zeitgleich einen Sieg gegen die Elfenbeinküste.
Tunesien droht ein echtes WM-Debakel. Nachdem die Afrikaner nach einer Klatsche gegen Schweden den Trainer ausgetauscht hatten, wurde auch das Spiel gegen Japan beim 0:4 (0:2) zum Fiasko. Damit steht Tunesien schon nach zwei Spieltagen als Gruppenletzter fest.
Das Unheil für Herve Renard, der nach dem 1:5 gegen Schweden den Job von Sabri Lamouchi übernahm, begann bereits in der vierten Minute. Keito Nakamura setzte sich über die linke Seite durch, spielte flach in die Mitte, wo Daichi Kamada mit der Hacke sehr sehenswert vollendete. Und beinahe wäre dem Ex-Frankfurter sogar ein Blitz-Doppelpack gelungen, nach einer Hereingabe von Ayase Ueda nahm ihm Dylan Bronn im letzten Moment aber noch das 2:0 vom Fuß (9.).
Was haben eigentlich Kimmich und Pavlovic in der momentanen Form in der Startelf verloren? Wenn die beiden Spieler nicht beim FC Bayern München unter Vertrag wären, wären sie nur zwei unter "ferner liefen"!
Spanien hat sein Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien souverän mit 4:0 (3:0) gewonnen. Der Europameister feierte im zweiten WM-Spiel seinen ersten Sieg. Die Spanier führten schnell deutlich, gaben sich damit aber genauso schnell zufrieden.
Die Reaktion auf das 0:0 gegen Kap Verde hatte nicht lange auf sich warten lassen. Superstar Lamine Yamal brachte die Spanier schon in der elften Minute in Führung. Der nach dem ersten Spiel noch gescholtene Mittelstürmer Mikel Oyarzabal schnürte danach einen Doppelpack (21./24.). Trainer Luis de la Fuente konnte es sich erlauben, die beiden Torschützen schon zur Pause zur Schonung vom Platz zu nehmen.
Ein unglückliches Eigentor von Hassan Al-Tambakti (49.) läutete dann die zweite Spielhälfte ein. Insgesamt schalteten die Spanier vor 68.239 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Atlanta nach der starken ersten halben Stunde aber ein, zwei Gänge runter. Statt sich weiteres Selbstvertrauen für die anstehenden Spiele zu holen, gaben sie sich mit dem ungefährdeten Sieg zufrieden. Und von den Jokern gingen kaum noch Impulse aus.
Wieder kein Sieg für die Roten Teufel: Belgien rennt gegen den Iran vergeblich an und muss das Spiel nach einem Aussetzer von Innenverteidiger Nathan Ngoy in Unterzahl beenden.
Belgien ist im zweiten WM-Gruppenspiel nicht über ein torloses Remis gegen den Iran hinausgekommen. Innenverteidiger Nathan Ngoy sah in der 67. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte.
Nach dem Fehlstart gegen Saudi Arabien hat sich Uruguay gegen die Kapverden den nächsten Patzer erlaubt. Der Außenseiter begeisterte dabei mit einem Traumtor und hat jetzt beste Chancen auf die K.o.-Runde.
Beim 2:2 (2:1) in Miami jubelte zunächst die Fans der Vulkaninselgruppe: Kevin Pina traf mit einem direkten Freistoß zum 1:0 (21.), ehe Maxi Araújo (44.) und Agustin Cannobio (45.+6) die Partie noch vor der Pause drehten. Nach einer Stunde glich Kap Verde aber wieder aus, Joker Hélio Varela nutzte einen Fehler des zweimaligen Weltmeisters zum 2:2.
Ägypten hat sich mit einem Sieg nach Rückstand gegen Neuseeland eine hervorragende Ausgangslage im Kampf um die K.o.-Runde verschafft. Mo Salah zeigte dabei eine Glanzleistung. Der Superstar des afrikanischen Kontinents stellte mit zehn Torschuss-Beteiligungen eine Bestmarke dieser WM in den USA, Kanada und Mexiko auf, er lieferte aber auch zwei Scorerpunkte.
