Corona-Gipfel: Kein Lockdown für Profisport – aber Geisterspiele

Köln (SID) – König Fußball und die anderen großen Ligen müssen trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen nicht in den erneuten Lockdown, Zuschauer sind im November aber ausgeschlossen. Das beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer auf ihrem virtuellen Corona-Krisengipfel am Mittwoch. Der umfangreiche Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Pandemie, der ab Montag greift, beinhaltet zudem, dass der Breiten- und Freizeitsport bis auf Weiteres komplett zurückfahren muss.

Unklar ist, ob die Beschlüsse von allen Bundesländern einheitlich umgesetzt werden, oder sich wie in der Vergangenheit wieder schnell ein Flickenteppich bildet. Den resoluten Weg wollen Nordrhein-Westfalen und Bayern gehen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprach sich im Vorfeld klar für eine „bundeseinheitliche Regelung“ aus. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte harte und vor allem rasche Einschränkungen: „Lieber schneller und konsequent als verzögert und verlängert.“

Im Gegensatz zu anderen gesellschaftlichen Bereichen wurde der Sport noch einmal vom zweiten Lockdown nach dem im März verschont. Nicht nur der Fußball, auch Handball, Basketball und Eishockey hatten vor den Beratungen mächtig gezittert. Es geht um die nackte Existenz. Ein radikaler Lockdown wäre für zahlreiche Vereine und Verbände der Anfang vom Ende gewesen. Allerdings stellt alleine die Anordnung von Geisterspielen die Ligen schon vor gewaltige Probleme.

Im Profisport sind Zuschauer im November ausgeschlossen. ©FIRO/SID

Fotos: SID