Das SID-Kalenderblatt am 25. November: Fußball-Welt trauert um Diego Armando Maradona

Köln (SID) – Als am 25. November 2020 die Nachricht von Argentiniens Genius Diego Armando Maradona bekannt wurde, stand die Fußball-Welt still. Keine vier Wochen nach seinem 60. Geburtstag (30. Oktober) erlag der Kapitän der argentinischen Weltmeister-Elf von 1986 einem Herzinfarkt.

Argentiniens Zeitung La Nacion schrieb damals: „Warum beweint die Welt den Tod Diegos? Weil einer gestorben ist, der den auf der ganzen Welt beliebtesten Sport wie kein anderer betrieb und Menschen, egal welcher Nationalität, glücklich machte. Diego Maradona stirbt niemals.“

Der ehemalige argentinische Nationaltrainer war am 3. November in einer Privatklinik in Buenos Aires wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn operiert worden. Einen Tag zuvor war Maradona in ein Krankenhaus in La Plata eingeliefert worden, weil er sich unwohl gefühlt hatte – und um ihn medikamentös besser einzustellen, da er seit langem Antidepressiva einnahm. Bei einem Scan wurde das Gerinnsel entdeckt. Maradona wurde daraufhin in die Spezialklinik in der Hauptstadt verlegt.

Acht Tage später durfte er das Krankenhaus verlassen. Sein Leibarzt Leopoldo Luque nannte die Entwicklung seines Zustandes zu diesem Zeitpunkt „zufriedenstellend“. Inzwischen beschäftigen sich die Gerichte in Argentinien mit dem Umständen des Todes von „Dieguito“.

Die Anklage basiert auf den Rechercheergebnissen eines Expertengremiums, das Maradonas Tod durch einen Herzinfarkt untersucht hat. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass er Weltstar unzureichend medizinisch versorgt und seinem Schicksal über einen „langen, qualvollen Zeitraum“ überlassen wurde. Der Sterbeprozess habe „mindestens zwölf Stunden“ vor seinem endgültigen Tod eingesetzt.

Maradonas Krankenakte war lang: Er erlitt mindestens zwei Herzinfarkte, erkrankte an Hepatitis und ließ sich wegen Übergewichts einen Magen-Bypass legen. Zudem war Maradona mehrfach wegen seiner Drogensucht in Behandlung.

Maradona verzauberte Millionen Fußballfans weltweit. ©SID JORGE DURAN

Text und Fotos: SID

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