DFB-Pokal: Fürth überrascht Hoffenheim – Schalke und Dortmund siegen

Köln (SID) – Der SpVgg Greuther Fürth ist in einem hochspannenden Pokal-Fight mit Überlänge die erste Überraschung der zweiten Runde gelungen. Der Tabellendritte der 2. Liga warf am Dienstag auswärts den Bundesligisten TSG Hoffenheim mit 7:6 im Elfmeterschießen raus und zog ins Achtelfinale ein. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden. 

Die anderen Favoriten gaben sich hingegen keine Blöße – selbst Schalke 04 gewann. Der Bundesliga-Letzte besiegte den Regionalligisten SSV Ulm mit 3:1 (1:0) und tankte nach 29 Ligaspielen ohne Sieg zum Jahresabschluss zumindest ein bisschen Selbstvertrauen.

Borussia Dortmund gelang ein glanzloser 2:0 (1:0)-Arbeitssieg beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Abwehrchef Mats Hummels (12.) und Jadon Sancho (90.+2) trafen. RB Leipzig schaffte es durch ein souveränes 3:0 (1:0) im Bundesliga-Duell beim FC Augsburg ins Achtelfinale. Dieses erreichte auch der 1. FC Köln durch ein 1:0 (1:0) gegen den VfL Osnabrück.

Schalke tat sich unter Jahrhunderttrainer Huub Stevens gegen den Außenseiter zunächst schwer, die Verunsicherung war den Königsblauen deutlich anzumerken. Erst ein sehenswerter Distanzschuss von Nationalspieler Suat Serdar (27.) brachte Schalke auf die Siegerstraße. Benito Raman (51., 63.) machte in der zweiten Halbzeit alles klar. Für den Ehrentreffer sorgte Johannes Reichert (82.) im Nachschuss, nachdem er mit einem Foulelfmeter an Torhüter Ralf Fährmann gescheitert war. „Wir haben die nächste Runde erreicht, das ist das Wichtigste. Endlich mal wieder ein Sieg“, sagte Stevens.

Leipzig hatte das Spiel in Augsburg von Beginn an im Griff und ging durch Willi Orban (11.) früh in Führung. In der Folge verpasste es die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann aber nachzulegen. Für die Entscheidung sorgte Joker Yussuf Poulsen (74.), Angelino (82.) stellte den Endstand her. „Ich habe immer betont, dass die Mentalität der Mannschaft außergewöhnlich war und ist. Die Art und Weise war beeindruckend“, sagte Nagelsmann.

In Sinsheim hielten die Fürther trotz des Rückstands durch Andrej Kramaric (13.) sehr gut mit. Sebastian Ernst (21.) und Marco Meyerhöfer (46.) drehten mit ihren Toren die Begegnung zwischenzeitlich. Nach dem Ausgleich durch Kevin Akpoguma (49.) erlebten die Hoffenheimer im dramatischen Elfmeterschießen eine böse Weihnachtsüberraschung, Meyerhöfer verwandelte den 18. Schuss. Kevin Vogt, Melayro Bogarde und Kasim Adams versagten bei Hoffenheim die Nerven. Zuvor noch hatte TSG-Schlussmann Oliver Baumann einen Foulelfmeter von Paul Seguin (90.+4) pariert.

In Köln boten die Gastgeber eine dürftige Vorstellung, auf Anthony Modeste war aber Verlass. Der Torjäger traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1). 

Die Achtelfinal-Auslosung findet am 3. Januar in der ARD-Sportschau statt. „Losfee“ ist Skisprung-Olympiasieger Sven Hannawald.

Schalke und Dortmund weiter, Fürth überrascht Hoffenheim. ©FIRO/SID

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