Die teuersten deutschen Fußballer: Havertz löst Werner ab

Köln (SID) – Mit seinem Rekordwechsel zum FC Chelsea katapultierte sich Kai Havertz mit deutlichem Abstand an die Spitze der teuersten deutschen Fußballer. Erst vor wenigen Wochen hatte sein künftiger Teamkollege Timo Werner die Führung im Ranking übernommen. Die teuersten deutschen Spieler im Überblick:

1. KAI HAVERTZ (2020 von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea, Ablösesumme: 100 Millionen Euro)

Seit Wochen hatte sich der Transfer abgezeichnet, am Freitag wurde es offiziell: Toptalent Havertz schließt sich dem FC Chelsea an und trifft dort auf seine Nationalmannschaftskollegen Timo Werner und Antonio Rüdiger. Einen Namen muss sich der 21-Jährige auf der Insel aber noch machen: Bei der Vorstellung gab Chelsea dem langjährigen Leverkusener versehentlich den Namen „Kia“ Havertz.

2. TIMO WERNER (2020 von RB Leipzig zum FC Chelsea, Ablösesumme: 53 Millionen Euro)

Lange durfte sich Werner über den Platz an der Sonne nicht freuen. Im Juli war der Transfer zu den Blues offiziell geworden, anschließend verpasste Werner das Finalturnier in der Champions League mit den Leipzigern. Der 24-Jährige erzielte in der abgelaufenen Saison in 45 Pflichtspielen 34 Tore und bereitete 13 weitere vor.

3. LEROY SANE (2016 von Schalke 04 zu Manchester City, Ablösesumme: 50 Millionen Euro)

Der bislang teuerste Export der Schalker „Knappenschmiede“ ging vor vier Jahren über den Ladentisch. Für 50 Millionen Euro wechselte der Außenspieler damals zum englischen Spitzenklub und kam dort auf 39 Tore und 45 Vorlagen in 135 Pflichtspielen. Bereits 2019 sollte der der Wechsel zu Bayern München folgen, ein Kreuzbandriss verhinderte den fast schon perfekten Deal aber in letzter Sekunde.

4. LEROY SANE (2020 von Manchester City zu Bayern München, Ablösesumme: 49 Millionen Euro)

Ein Jahr später war es dann aber so weit. Sane schloss sich dem deutschen Vorzeigeklub an und soll auf den Flügeln gemeinsam mit Serge Gnabry und Kingsley Coman in die großen Fußstapfen von Arjen Robben und Franck Ribery treten.

5. MESUT ÖZIL (2013 von Real Madrid zum FC Arsenal, Ablösesumme: 47 Millionen Euro)

Bei Real reifte Özil zum internationalen Topspieler, wenngleich die königlichen Triumphe in der Champions League erst nach seinem Abgang errungen wurden. Dieser erfolgte im Sommer 2013 zum damals noch deutlich erfolgreicheren FC Arsenal. Inzwischen ist die Liebesbeziehung aber merklich erkaltet.

6. JULIAN DRAXLER (2015 von Schalke 04 zum VfL Wolfsburg, Ablösesumme: 43 Millionen Euro)

Er sollte das Schalker Gesicht der Zukunft werden, seine Vertragsverlängerung im Frühjahr 2013 wurde auf Lastern im ganzen Ruhrgebiet präsentiert – auch in Dortmund. Doch nur zwei Jahre später war der Hoffnungsträger weg. Der VfL Wolfsburg schnappte zu, inzwischen spielt Draxler bei Paris St. Germain.

7. SHKODRAN MUSTAFI (2016 vom FC Valencia zum FC Arsenal, Ablösesumme: 41 Millionen Euro)

Deutsche Spieler standen bei den Londonern vor einigen Jahren hoch im Kurs, vor allem die Weltmeister von 2014. So auch Mustafi, der 2016 aus Spanien nach England wechselte. 

8. THILO KEHRER (2018 von Schalke 04 zu Paris St. Germain, Ablösesumme: 37 Millionen Euro)

Die Schalker Nachwuchsarbeit hat dem Klub in den vergangenen Jahren viel Geld eingebracht, auch Kehrer bildete dabei keine Ausnahme. 2018 wechselte der Abwehrspieler zum französischen Serienmeister und kam dort inzwischen in den Genuss eines Champions-League-Finals.

8. MARIO GÖTZE (2013 von Borussia Dortmund zu Bayern München, Ablösesumme: 37 Millionen Euro)

Dieser Transfer bewegte ganz Fußball-Deutschland. Dortmunds Toptalent Götze wechselt zum großen Titelkonkurrenten, der Deal wurde dann auch noch am Morgen des Halbfinals der Dortmunder gegen Real Madrid öffentlich gemacht. Im Finale in Wembley fehlte Götze verletzt, 2016 wechselte er zurück. Sein Vertrag lief im Sommer aus.

10. MATS HUMMELS (2016 von Borussia Dortmund zu Bayern München, Ablösesumme: 35 Millionen Euro)

Drei Jahre nach Götze ging auch Hummels den Weg in den Süden und kehrte damit zu seinem Jugendklub zurück. Nach Differenzen mit Trainer Niko Kovac beendete Hummels 2019 auch sein zweites Münchner Kapitel und spielt seither wieder für die Borussia.

Havertz (M.) und Werner (l.) wechselten zum FC Chelsea . ©FIRO/SID

Fotos: SID