Effenberg sieht im vorzeitigen Führungswechsel bei den Bayern ein „Risiko“

Bonn (SID) – Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg sieht im vorzeitigen Führungswechsel bei Fußball-Meister Bayern München von Karl-Heinz Rummenigge hin zu Oliver Kahn auch ein Risiko. „Er hätte noch abwarten und verfolgen können, wie die Mannschaft mit Julian Nagelsmann in die Vorbereitung und die Saison kommt, wie sie sich in der Vorrunde der Champions League schlägt, um dann im Winter zu gehen“, schrieb der ehemalige Bayern-Kapitän in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.

Nun stünden Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic „sofort komplett in der Verantwortung und damit natürlich auch unter einem enormen Druck. Der Anspruch ist, dass sie kein Stück weniger erfolgreich sind als ihre Vorgänger in der Vergangenheit – und alles im Griff haben wie Rummenigge und Hoeneß. Dabei stehen sie vor Mega-Herausforderungen“, urteilte Effenberg. 

Der FC Bayern befinde sich „mitten in dem vielleicht größten Umbruch aller Zeiten“. Neue Trainer, neue Spieler, anstehende Entscheidungen bei möglichen Vertragsverlängerungen. Dazu würden die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie „die Möglichkeiten der neuen Klubführung extrem einengen“, äußerte Effenberg.

Effenberg schreibt: „Ihre Arbeit in den nächsten ein, zwei Jahren entscheidet darüber, wie erfolgreich Bayern in den nächsten zehn Jahren sein wird.“ Und selbst wenn Hoeneß und Rummenigge „ganz sicher unterstützen“, sagt Effenberg: „Den Kopf hinhalten müssen künftig Kahn und Salihamidzic.“

Der ehemalige Italien-Legionär sieht die vorzeitige Übergabe des Staffelstabs andererseits als eine „logische Schlussfolgerung“ sowie einen „absoluten Vertrauensbeweis“ für Nachfolger Kahn.

Effenberg äußert sich zum Führungswechsel bei den Bayern. ©SID INA FASSBENDER

Text und Fotos: SID

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