Europapokal der Landesmeister: Hamburg holt 1983 den Henkelpott

Das goldene Tor von Felix Magath, der Sieg gegen die Weltstars von Juventus Turin, die anschließende Ehrenrunde mit Henkelpott – die magische Nacht von Athen ist beim Hamburger SV unvergessen. Unter Trainerikone Ernst Happel gewannen die Norddeutschen am 25. Mai 1983 sensationell den Europapokal der Landesmeister, der bis heute größte Erfolg der Hamburger Vereinsgeschichte.

Keine neun Minuten sind im Finale gespielt, als sich Magath ein Herz fasst. Wie aus dem Nichts taucht der HSV-Mittelfeldmotor am linken Strafraumeck auf und zieht mit links ab, der Ball zischt in den rechten oberen Torwinkel. Keeper Dino Zoff vom haushohen Favoriten hat keine Chance. Ein Traumtor, 1:0 für den HSV. Am Ende eines denkwürdigen Abends reckt Kapitän Horst Hrubesch den Pokal in die Höhe, Manager Günter Netzer jubelt begeistert mit.

Überhaupt Netzer. Er war es, der die Renaissance des HSV erst ermöglichte. Die Verpflichtung des früheren Nationalspielers und Management-Novizen fünf Jahre zuvor hatte den Hanseaten neues Leben eingehaucht. Netzer ging neue Wege und verpflichtete erst Trainer Branko Zebec aus Braunschweig (Meister 1979), dessen Werk Happel in Athen quasi vollendete.

Von derartigen Sphären ist der heutige Zweitligist weit, laut Uli Stein gar „Lichtjahre“ entfernt. Die Jahre in der zweiten Liga vergrößern den finanziellen Abstand zu den Topklubs noch einmal deutlich, an einen zukünftigen Triumph des HSV in der Champions League ist nicht nur für Stein im Jahr 2020 nicht zu denken. „Ich glaube, das werde ich nicht mehr erleben“, sagte er dem SID.

Auf dem Weg in jenes Finale hatte der HSV Dynamo Berlin, Olympiakos Piräus, Dynamo Kiew und San Sebastian ausgeschaltet. Doch das gewonnene Endspiel in Athen toppte alles. Juventus war mit nicht weniger als sechs italienischen Weltmeistern in die Partie gegangen, am Ende musste aber auch Turins Superstar Michel Platini bedröppelt feststellen: „Ich wäre am liebsten nach einer Stunde rausgegangen.“

HSV-Coach Happel sprach nach dem Triumph dagegen von seiner wohl „größten Stunde als Trainer“. Zehn Tage später holte die legendäre Hamburger Mannschaft um Spielmacher Magath, Stürmer Hrubesch, Torhüter Uli Stein, Flankenkönig Manfred Kaltz und Vorstopper Ditmar Jakobs sogar noch seine bis dato letzte Deutsche Meisterschaft.

(SID)

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