Fackelzug und Statuen: Neapel gedenkt Maradona

Rom (SID) – Ein Jahr nach dem Tod der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona sind am Donnerstagabend ungeachtet des strömenden Regens Tausende Fans zum Stadion des SSC Neapel gepilgert. In der Arena, die nach dem Tod des Argentiniers in „Diego Armando Maradona“ umbenannt worden war, wurde eine Bronzestatue des Künstlers Domenico Sepe enthüllt.

Die Fans legten Fahnen, Schals und Spruchbänder, die an Maradonas Zeit in Neapel erinnerten, vor die Statue des Fußballers. Die ehemaligen Mannschaftskollegen Maradonas, Giuseppe Bruscolotti und Bruno Giordano, legten ihr eine Kapitänsbinde an. Eine zweite Statue, die den „Pibe de Oro“ (Goldjungen) in seiner Größe von 1,67 Metern zeigt, soll vor der Arena aufgestellt werden.

Klubeigner Aurelio De Laurentiis huldigte Maradona sowohl im Stadion als auch in den Quartieri Spagnani, dem zentralen Viertel Neapels, wo ein kleiner Altar unter einem riesigen Wandbild des Fußballstars aufgestellt wurde. Tausende beteiligten sich am Donnerstagabend an einem Fackelzug zu Ehren Maradonas, darunter sein in Neapel lebender Sohn Diego Armando Maradona junior, der seine Rührung nicht verbergen konnte. 

Auch Fans des argentinischen Vereins Boca Juniors trafen zu den Gedenkfeiern in der Vesuvstadt ein. Sie sangen vor dem Stadion und rollten ein Transparent in den Farben ihrer Mannschaft mit den Worten „Gracias D10S“ aus.

Das argentinische Fußball-Genie hatte von 1984 bis 1991 für Napoli gespielt. Mit ihm gewann der Verein 1989 den UEFA-Cup und wurde in den Jahren 1987 und 1990 italienischer Meister. Seitdem genoss Maradona Kultstatus am Vesuv. Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren gestorben.

Bronzestatue von Diego Maradona in Neapel. ©SID ELIANO IMPERATO

Text und Fotos: SID

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