Funkel stören hohe Trainer-Ablösesummen

Köln (SID) – Chefcoach Friedhelm Funkel vom abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln stören die hohen Ablösesummen, die zuletzt für Trainer bei einem Vereinswechsel gezahlt werden. „Ganz ehrlich: Ich persönlich finde es nicht gut, dass so viel Geld für Trainer bezahlt wird“, sagte der 67-Jährige im Interview mit dem Express, „wobei man natürlich auch sagen muss, dass ein Trainer letztlich nichts für die Höhe der Ablöse kann.“

Vielleicht sei das altmodisch, so der Trainer-Routinier, „aber ich sage nach wie vor: Verträge sind dazu da, um eingehalten zu werden. Wir sind immer noch Vorbilder“. RB-Leipzig-Coach Julian Nagelsmann wechselt in der kommenden Saison zum Branchenführer Bayern München und kostet den Rekordmeister bis zu 25 Millionen Euro Ablöse.

Dass Nagelsmann beim FC Bayern Erfolg haben wird, steht für Funkel außer Zweifel: „Die Mannschaft ist sehr gut und Julian schlau genug, um nicht alles auf den Kopf zu stellen. Ihn erwarten Weltklasse-Spieler und ein intaktes Team. Ich bin mir ganz sicher, dass er Erfolg haben wird.“ Nagelsmann gehöre als Trainer die Zukunft.

Funkel: „Bei ihm ist es schon überlegenswerter als bei anderen, eine Ablöse zu zahlen. Er kennt die Bundesliga und hat einen Bayern-Bezug. Das wird funktionieren. Ich befürchte, dass Bayern sogar noch besser wird, aggressiver. Da braucht sich in Deutschland keiner Hoffnung machen, in den nächsten Jahren Meister zu werden.“

Funkel kritisiert die hohen Trainer-Ablösesummen. ©SID CHRISTOF STACHE

Text und Fotos: SID

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