Kein „Feuer unterm Dach“: BVB hadert mit der Körpersprache

Amsterdam (SID) – In der Blitz-Analyse einer historischen Abreibung verwies Marco Rose auf den großen Rivalen Bayern München. „Wie nimmt man solche Situationen an gegen einen richtig starken Gegner?“, fragte der Trainer von Borussia Dortmund nach dem bitteren 0:4 (0:2) bei Ajax Amsterdam, und die Antwort gab er selbst: „Ein Joshua Kimmich rastet da aus, und da ist dann Feuer unterm Dach.“

Die Körpersprache, das Feuer, das bedingungslose Stemmen gegen die Brillanz eines überragenden Gegners, all das hatte Rose bei der höchsten Niederlage der Dortmunder Champions-League-Geschichte (zuvor fünfmal 0:3) vermisst. „Wir haben einige wichtige Zweikämpfe zu viel verloren“, betonte er: „Die annehmen, sie führen, nachschieben, genau die Dinge, mit denen Ajax das Spiel zu ihrem gemacht hat. Das müssen wir auch tun.“

Entsprechend kündigte Rose für die zwei Wochen bis zum erneuten Aufeinandertreffen mit dem niederländischen Rekordmeister in Dortmund (3. November) „Arbeit an allem“ an. „Die Jungs finden den Abend genauso beschissen wie wir“, berichtete er aus der Kabine, „wir müssen das selbstkritisch aufarbeiten und weitermachen.“

An der Leidenschaft seiner Mannschaft aber ließ Rose dann doch keine Zweifel zu. „Meine Mannschaft hat Charakter, das sind tolle Jungs“, sagte er. Aber: „Wenn es schwierig wird, muss man Lösungen finden und das Ding zum Laufen bringen. Wir müssen weitermachen und dann trotzdem Borussia Dortmund ausstrahlen.“

Rose haderte mit der Körpersprache seines Teams. ©SID INA FASSBENDER

Text und Fotos: SID

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