Labbadia will keine Trainer-Diskussion: „Albern, dass wir darüber reden müssen“

Berlin (SID) – Trainer Bruno Labbadia vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC kann mit einer Diskussion um seine Person nach der jüngsten Negativ-Serie nichts anfangen. „Ich finde es albern, dass wir darüber reden müssen“, sagte er am Sonntag: „Was soll ich dazu sagen? Dann brauchen wir hier keine Mannschaft aufzubauen und kaufen nur noch alles, was fertig ist. Dann ist es nur noch: ‚Friss oder stirb‘.“

Am Samstag hatten die Berliner 0:2 (0:1) gegen Aufsteiger VfB Stuttgart verloren, es war die dritte Niederlage nacheinander und die vierte im fünften Pflichtspiel. Labbadia führt dies auf die vielen personellen Umwälzungen im Kader zurück. 14 Spieler hat der Klub neu geholt und die neuen Profis müssen in die Führungsrollen hineinwachsen. „Es wird leider nicht von heute auf morgen gehen. Wir haben die besondere Situation, dass wir alle Achsenspieler aus den letzten drei Jahren verloren haben“, sagte Labbadia.

Den Äußerungen von Aufsichtsrat Jens Lehmann, der unter der Woche im Sport-Bild-Interview das Ziel Europapokal ausgegeben hatte, maß Labbadia keine große Bedeutung bei: „Ganz ehrlich: Da gibt es wichtigere Sachen.“ Der Coach selbst sei angesichts der Ergebnisse nicht unruhig, er gibt sich gelassen. „Alarmiert muss ich nicht sein, weil ich wusste, wie unsere Situation aussieht“, sagte der 54-Jährige: „Ich habe sie genauso eingeschätzt, wie wir sie jetzt haben. Ich wusste, dass es ein steiniger Weg wird.“

Laut Labbadia sollte es keine Trainer-Debatte geben. ©FIRO/SID

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