„Mafiöse Verbindungen“: Miccoli muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis

Rom (SID) – Der ehemalige italienische Fußball-Nationalspieler Fabrizio Miccoli ist wegen Erpressung und mafiöser Verbindungen zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das bestätigte das zuständige Berufungsgericht der Nachrichtenagentur AFP. Die Richter bekräftigten damit eine bereits im Jahr 2017 erstmals verhängte Strafe gegen den heute 42-Jährigen.

Miccoli soll während seiner Zeit auf Sizilien bei US Palermo (2007 bis 2013) den Sohn eines Mafia-Bosses kontaktiert haben, um für einen Freund Geld von einem Nachtklubbesitzer zurück zu verlangen. Der zehnmalige Nationalspieler, der auch bei Rekordmeister Juventus Turin unter Vertrag stand, hatte die Vorwürfe immer bestritten.

„Ich bin ein Fußballer, kein Mafioso. Ich bin gegen die Ideen der Mafia“, hatte Miccoli 2013 während einer Pressekonferenz unter Tränen versichert. Ins Gefängnis muss er nun trotzdem. Laut der Zeitungen Gazzetta dello Sport und Repubblica trat er seine Haftstrafe bereits am Mittwoch in Rovigo an.

Fabrizio Miccoli muss ins Gefängnis. ©SID MARCELLO PATERNOSTRO

Text und Fotos: SID

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