Magull: Frauenfußball kommt im DFB oft zu kurz

Köln (SID) – Nationalspielerin Lina Magull hat die Vermarktung des Frauenfußballs durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kritisiert. „Ich weiß, dass der DFB sich viel Mühe gibt, dass es innerhalb des DFB aber auch klare Priorität für den Männerfußball gibt und dass der Frauenfußball des Öfteren zu kurz kommt“, sagte die Mittelfeldspielerin von Bayern München dem Deutschlandfunk.

Auch wenn der unmittelbare wirtschaftliche Mehrwert anders als beim Männerfußball womöglich fehle, lohne sich die Investition. „Ich denke, wenn man das Thema richtig anpackt, kann sich da etwas aufbauen, wie an Beispielen aus dem Ausland zu sehen ist“, sagte die 26-Jährige auch mit Verweis auf die kontinuierliche Entwicklung der englischen Women’s Super League, die mittlerweile internationale Stars in Scharen anlockt.

Sie wünsche sich grundsätzlich mehr mediale Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit für sich und ihre Kolleginnen hierzulande, und „dass man für seine Leistung noch mehr wertgeschätzt wird“.

Lina Magull hält DFB-Engagement für ausbaufähig. ©SID LOIC VENANCE

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