Nationaltorhüterin Frohms: Kein Neid auf Neuer und Co.

Wolfsburg (SID) – Nationaltorhüterin Merle Frohms beneidet männliche Fußballprofis nicht um deren Popularität und Anerkennung. „Ein ganz klares Nein, denn die Entwicklung im Männerfußball finde ich nicht unbedingt erstrebenswert“, sagte die 26-Jährige von Eintracht Frankfurt im kicker-Interview.

„Ich bin mit dem zufrieden, was ich habe“, erläuterte Frohms und kritisierte zugleich die Auswüchse im Profifußball der Männer: „Man muss nicht dem, was jegliches Maß verloren hat, nacheifern.“

Fußballerinnen müssten „teilweise sogar mehr Aufwand betreiben als die Männer, weil wir auch noch schauen müssen, was wir nebenbei machen können, um für die Zeit nach der Fußballkarriere vorzusorgen“. Sie glaube aber nicht, „dass ich mit 20 Millionen Euro auf dem Konto glücklicher wäre oder den Fußball mit noch mehr Leidenschaft betreiben würde“.

Im Kampf um die Rolle als Deutschlands Nummer eins gibt sich die 20-malige Nationalspielerin selbstbewusst. „Wenn ich meinen Weg so weitergehe und meine Leistung bringe, wird es schwer sein, an mir vorbeizukommen“, sagte Frohms, die ihren Status unter anderem gegen ihre Vorgängerin Almuth Schult verteidigen muss. Die Wolfsburgerin hatte nach Schulter-OP und Schwangerschaft lange pausiert und im Frühjahr ihr Comeback gegeben.

Die DFB-Frauen bestreiten zum Jahresabschluss einen Doppelpack in der WM-Qualifikation am Freitag (16.00 Uhr/ZDF) in Braunschweig gegen die Türkei und am Dienstag (19.00 Uhr/zdf.de) in Faro gegen Portugal. Mit vier Siegen aus vier Spielen führt das deutsche Team die Gruppe H vor den Portugiesinnen (10 Punkte) an.

Nicht neidisch auf männliche Fußballprofis: Merle Frohms. ©FIRO/SID

Text und Fotos: SID

Weitere News und Infos in unserem Magazin | 1. Bundesliga | 2. und 3. Liga | Champions League | International |