Rummenigge: Kimmich wird „ein Stück stigmatisiert“

München (SID) – Bayern Münchens früherer Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Impfskeptiker Joshua Kimmich in der Corona-Debatte in Schutz genommen. „Ich kenne ihn als seriösen und verantwortungsbewussten Menschen“, sagte Rummenigge in der Sendung „Sky90“ am Sonntag. Der Nationalspieler werde „ein Stück weit stigmatisiert“. 

Die Debatte um den ungeimpften Kimmich sei eine, „die den Verein nervt“, sagte Rummenigge: „Alle haben versucht, das Thema Nicht-Impfen zu bereinigen und eine Lösung zu finden, das ist nicht geglückt.“ Mögliche Gehaltskürzungen des Rekordmeisters für ungeimpfte Spieler wären laut Rummenigge „ein Zeichen“ des Klubs, „vielleicht gelingt es jetzt“.

Allerdings sei der „exklusive Vorbildcharakter“ nicht beim Fußball zu suchen. „Wenn ein Fußballer wie er Bedenken hat, sich zu impfen, dann liegt es auch an den verantwortlichen Politikern und Wissenschaftlern, diese Bedenken auszuräumen. Diese teilen immerhin 32 Prozent in unserem Land“, sagte Rummenigge. 

Er sei kein Freund davon, „zu verpflichten“, betonte der 66-Jährige, aber „wahrscheinlich gibt es nur eine Lösung, und die heißt impfen“.

Mit den Spielern des FC Bayern habe es viele Gespräche zu diesem Thema gegeben. „Das Ergebnis hat man in Augsburg gesehen. Wenn wichtige Spieler fehlen, dann trifft es auch den FC Bayern“, sagte Rummenigge. Kimmich hatte am Freitag bei der 1:2-Pleite im Derby beim FC Augsburg gefehlt, da er als ungeimpfte Kontaktperson eines Corona-Infizierten in Quarantäne musste. 

Rummenigge nimmt Kimmich in der Corona-Debatte in Schutz. ©SID

Text und Fotos: SID

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