Serie-A-Klubs fordern mehr Finanzhilfe vom Staat

Köln (SID) – Immer mehr italienische Fußball-Erstligisten geraten in der Coronakrise wegen finanzieller Probleme offenbar mit der Zahlung der Spielergehälter in Verzug. Die Klubs fordern daher von der Regierung die Aussetzung der Zahlung der Lohnnebenkosten und Steuergelder für die Profis als Unterstützung in dieser schwierigen Zeit, wie die Tageszeitung Corriere della Sera berichtet. 

Die Vereine zahlen dem Staat jährlich 1,2 Milliarden Euro an Steuergeldern. „Wegen fehlender Einnahmen aus  Ticketverkauf und Sponsorenverträgen verschlingen die Spielergehälter 65 Prozent der Klubumsätze. In jedem anderen Unternehmen würde dies zur Pleite führen“, erklärte Inter Mailands Geschäftsführer Giuseppe Marotta. Die Klubs fordern auch Maßnahmen zur Sicherung der Gehälter von Spielern der weniger finanzstarken unteren Ligen.

Zuletzt hatte Verbandschef Gabriele Gravina vor dem finanziellen Kollaps mehrerer Vereine gewarnt. Klubs seien mit anderen Unternehmen vergleichbar und hätten Recht auf Stützung seitens der Regierung wie andere Wirtschaftssektoren, die von der Pandemie hart betroffen sind, argumentierte Gravina.

Die Fußballergewerkschaft AIC bezog ebenfalls Stellung. „Der italienische Fußball benötigt dringend Reformen zur Lösung seiner strukturellen Probleme. Dass die Ausgaben zu hoch waren, wussten wir auch vor der Coronapandemie“, kommentierte AIC-Präsident Umberto Calcagno.

Serie-A-Klubs bitten Regierung um Unterstützung. ©SID MIGUEL MEDINA

Fotos: SID

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