7. Juli: Deutscher WM-Triumph in München

Köln (SID) – Es war das große Duell zwischen „Kaiser Franz“ Beckenbauer und „König Johan“ Cruyff. Das WM-Finale 1974 zwischen Gastgeber Deutschland und der großen niederländischen Elftal um Cruyff, Wim van Hanegem, Johan Neeskens, Rob Rensenbrink, Johnny Rep und Ruud Krol war der krönende Abschluss der ersten Weltmeisterschaft in Deutschland, die für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allerdings keineswegs nach Wunsch verlief.

In der Vorrunde verlor das klar favorisierte DFB-Team den Prestigevergleich gegen die DDR-Auswahl durch das Tor von Jürgen Sparwasser in Hamburg sensationell mit 0:1. Die Pleite im deutsch-deutschen Duell bedeutete aber den Wendepunkt für die bundesdeutsche Mannschaft.

In der anschließenden Krisennacht von Malente avancierte Kapitän Beckenbauer zum Wortführer, es gab eine schonungslose interne Aussprache und Wechsel in der deutschen Aufstellung für die zweite Finalrunde, und die Gegner in der zweiten Gruppenphase wurden allesamt bezwungen: Jugoslawien (2:0), Schweden (4:2) und Polen (1:0) in der legendären Regenschlacht im Frankfurter Waldstadion. Oranje hatte in seiner Zwischenrundengruppe gegen Argentinien (4:0), die DDR (2:0) und Brasilien (2:0) die von der Papierform stärkeren Widersacher.

Im Endspiel im Münchner Olympiastadion galten Cruyff und Co. aufgrund ihrer souveränen Leistungen im Turnierverlauf als leichter Favorit. Und der Beginn schien die Einschätzung der Experten zu bestätigen. Cruyff wurde schon nach 90 Sekunden im Strafraum von Uli Hoeneß gefoult. Sofort deutete Schiedsrichter John Keith Taylor (England) auf den Elfmeterpunkt: Neeskens ließ sich diese Chance nicht entgehen – 1:0 für Oranje.

Bis dahin hatte noch kein deutscher Spieler den Ball berührt. Doch dann schlugen Paul Breitner (25., Foulelfmeter) nach Foul an Bernd Hölzenbein und Gerd Müller (43.) auf Vorarbeit von Rainer Bonhof zu und kehrten den Spieß noch vor der Pause um. Torwart Sepp Maier rettete in der zweiten Halbzeit mit zahlreichen Paraden den 2:1-Sieg über die Zeit.

Genau 20 Jahre und drei Tage nach Fritz Walter (4. Juli 1954) konnte auch sein Nachfolger Beckenbauer (7. Juli 1974) die bedeutendste Trophäe des Fußballs in seinen Händen halten. Fritz Walter hatte nach dem „Wunder von Bern“ gegen Ungarn (3:2) noch den Coupe Jules Rimet überreicht bekommen, „Kaiser Franz“ erhielt die neue goldene WM-Trophäe, nachdem 1970 der alte WM-Pokal nach dem dritten brasilianischen Erfolg in Mexiko endgültig in den Besitz der Selecao übergegangen war.

Gerd Müller (l.) erzielt das Siegtor im WM-Finale 1974. ©SID STAFF

Fotos: SID

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