Sohn von 1966-Ikone Stiles: „Keine Zweifel“, dass Kopfbälle zum Tod beigetragen haben

Hamburg (SID) – John Stiles, Sohn des 1966-Weltmeisters Nobby Stiles, hat „keine Zweifel“, dass die vielen Kopfbälle zum Tod seines Vaters beigetragen haben. Im Oktober war der ehemalige Mittelfeldspieler von Manchester United und der englischen Nationalmannschaft im Alter von 78 Jahren gestorben. Bei einer Obduktion wurde dann festgestellt, dass das Gehirn von Nobby Stiles Hinweise auf eine Demenz aufwies, die vermutlich durch wiederholte Erschütterungen verursacht wurde.

Stiles ist das fünfte Mitglied der legendären Mannschaft von 1966, bei dem eine Demenz diagnostiziert wurde. Sein Sohn meinte nun, es sei „eklatant offensichtlich“, dass wiederholtes Köpfen eines Fußballs für die Entstehung des Syndroms bei Ex-Profis verantwortlich sei. Schon zuvor hatte Stiles‘ Familie angemahnt, dass das Problem dringend angegangen werden müsse.

Das Thema Kopfverletzungen im Fußball wird immer stärker diskutiert. Die englische Premier League plant ab Januar mit einer Testphase, in der bei Kopfverletzungen betroffene Spieler ausgewechselt werden können – unabhängig vom eigentlichen Wechselkontingent.

Stiles sieht eine Gefahr von Schäden durch Kopfbälle. ©FIRO/SID

Fotos: SID