Spanien vergibt Chancen und verliert in der Ukraine – aber Enrique bleibt entspannt

Kiew (SID) – Die vergebenen Chancen? Der Patzer von Torwart David De Gea? Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique blieb nach der überraschenden Nations-League-Niederlage in der Ukraine (0:1) erstaunlich entspannt. „Es ist keine Schande, wenn wir in ein oder zwei Spielen kein Tor erzielen. Heute hatten wir genug Chancen, um ein Tor zu machen“, sagte der 50-Jährige hinterher: „Dazu haben wir das Spiel klar dominiert.“

Und doch hat Spanien gegen die coronabedingt ersatzgeschwächten Ukrainer nach dem Treffer von Wiktor Zygankow (76.)verloren. Enriques Fazit? „Das meiste, was ich gesehen habe, war gut“, sagte er dennoch. Immerhin verteidigten die Iberer in Gruppe vier die Tabellenführung mit einem Punkt Vorsprung auf Deutschland (3:3 gegen die Schweiz). 

Die Schuld für die Pleite wollte Enrique hinterher nicht seinem Keeper De Gea zuschieben, der beim Gegentreffer eine unglückliche Figur gemacht hatte. 

Den 29-Jährigen, der sich zuletzt einige Fehler leistete, zum Alleinschuldigen zu machen, sei mittlerweile zu einer „Besessenheit“ und damit zum „Problem“ geworden, sagte Enrique: „Wenn wir David für ein Spiel wie dieses die Schuld geben, dann können wir es auch gleich sein lassen.“ Die Verantwortung für jedes Gegentor liege „beim gesamten Team“. 

Spanien muss nun am 14. November in der Schweiz antreten, ehe drei Tage später das Gruppenfinale gegen Deutschland steigt.

Trotz Niederlage verteidigt Spanien Rang 1 in der Gruppe. ©SID SERGEI SUPINSKY

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