Spielergewerkschaft über Champions-League-Turnier in Katar verärgert

Kuala Lumpur (SID) – Die internationale Spielergewerkschaft FIFPro hat die asiatische Fußball-Konföderation AFC wegen der Vergabe weiterer Champions-League-Runden nach Katar kritisiert. Die Profi-Vereinigung wirft der AFC im Zusammenhang mit den Gruppenspielen der Ost-Staffel ab 18. November und der anschließenden Endrunde (bis 19. Dezember) jeweils in Doha fehlende Informationen und Missachtung des Risikos einer Corona-Infektion für die Spieler vor. 

Der AFC lässt das Vorrundenturnier nach eigenen Angaben aus Mangel an Interesse an der Ausrichtung des Turniers in den beteiligten Ländern in Katar stattfinden. Im Gastgeberland der WM-Endrunde 2022 veranstaltete der AFC bereits die Vorrunden der West-Zone in einer „Bubble“.

Dennoch hatte sich dabei im vergangenen September beim saudischen Topklub Al Hilal ein Corona-Ausbruch mit 30 Fällen ereignet, durch den Al Hilal nicht mehr mitspielen konnte.

Katar gilt als Corona-Risikogebiet. Die Vergabe von Qualifikationsturnieren und der Endrunde an den Wüstenstaat ermöglichte der AFC jedoch die Durchführung seines wichtigsten Vereinswettbewerbes trotz der Corona-Pandemie. 

Die ebenfalls für Dezember in Katar vorgesehene Klub-WM mit dem deutschen Meister und Champions-League-Sieger Bayern München soll Medienberichten zufolge auf Februar 2021 verschoben werden.

Die AFC wies die FIFPro-Anschuldigungen zurück. Mit den beteiligten Verbänden und Vereinen habe die Dachorganisation ständig in Kontakt gestanden.

FIFPro kritisiert die AFC. ©SID -

Fotos: SID