Streit um Spieler-Abstellungen: FIFA lenkt ein

Hamburg (SID) – Im Streit um die Spieler-Abstellungen für die kommenden Länderspiele hat der Fußball-Weltverband FIFA seine Regeln „vorübergehend“ geändert und will damit in der Coronavirus-Pandemie „für mehr Flexibilität und Sicherheit für alle Nationalteams, Vereine und Spieler“ sorgen. Demnach müssen Klubs wie Bayern München ihre Nationalspieler nicht abstellen, wenn am Ort des Vereins oder am Ort des Länderspiels „eine zwingende Quarantäne oder Selbstisolation von mindestens fünf Tagen“ einzuhalten ist oder „eine Reisebeschränkung“ für eine dieser Städte besteht. 

Wenn die örtlichen Behörden den jeweiligen Nationalmannschaften für diese Fälle eine „spezifische Ausnahmebewilligung“ ausgestellt haben, müssen die Vereine ihre Nationalspieler hingegen weiterhin abstellen. Diese neue Regelung gilt bis Ende des Jahres.

Gleichzeitig rief die FIFA alle Mitgliedsverbände, Vereine und Spieler „eindringlich auf, im Sinne der Solidarität zusammenzuarbeiten, Informationen auszutauschen und Kompromisse zu finden, die allen von diesem vorübergehend geänderten Rahmenwerk betroffenen Parteien zugutekommen“, wie es in einer Mitteilung hieß.

Zuletzt war aus der Bundesliga Kritik an der Abstellungspflicht in Zeiten von Corona aufgekommen. „Für mich ist es ein Unding, Spieler in Risikogebiete zu schicken. Es ist Aufgabe der FIFA, diese Partien entweder zu verlegen oder sicherzustellen, dass die Spieler nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne müssen“, hatte etwa Manager Stefan Reuter vom FC Augsburg dem kicker gesagt.

Die FIFA lenkt im Streit um die Spielerabstellung ein. ©SID FABRICE COFFRINI

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