Unions rot-weiße Party im „Wohnzimmer“ der blau-weißen Hertha

Berlin (SID) – Die Eisernen erobern das Olympiastadion – und Hertha BSC schaut machtlos zu: Für das Play-off-Rückspiel in der Conference League am Donnerstag (20.15 Uhr/RTL Nitro) gegen Kuopion PS taucht Union Berlin das „Wohnzimmer“ des Stadtrivalen in Rot-Weiß. Das Stadion wird in den Vereinsfarben der Köpenicker beleuchtet, Union-Flaggen sind bereits gehisst, und selbst die berühmte blaue Tartanbahn, auf der einst Usain Bolt zum doppelten Weltrekord gesprintet war, erhält eine rote Abdeckung. 

An alle Besucher werden rote T-Shirts mit der Aufschrift „Auf zum „Sch(l)üsselspiel“ verteilt. Alles ist angerichtet für eine rot-weiße Party in der Heimat der Blau-Weißen. Sportlich sollte der 4:0-Hinspielsieg beim finnischen Pokalsieger locker für den Einzug in die Gruppenphase des neuen Wettbewerbs reichen. Ausgerechnet im Wohnzimmer der neureichen Hertha, die trotz der 374-Millionen-Euro-Finanzspritze von Lars Windhorst das Europacup-Ziel zuletzt weit verfehlt hatte.

„Es ist ein bisschen ein komisches Gefühl“, gab Hertha-Trainer Pal Dardai zu: „Aber drücken wir die Daumen. Sollen sie erfolgreich sein und von mir aus das Stadion bis zum Finale nutzen.“ Nur eines war Dardai wichtig: „Den Rasen bitte nicht kaputt machen!“

Für Hertha wäre es eine zusätzliche Demütigung, sollte Union die Zuschauerzahl von 18.241, die beim vergangenen Hertha-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) erfasst wurde, toppen. Intern wird trotz des unbekannten Gegners und der kaum noch vorhandenen Spannung mit etwa 20.000 Besuchern gerechnet. Insgesamt dürfen bis zu 25.000 Karten verkauft werden. Die Hertha-Ultras dürfte es trösten, dass zumindest ihre Plätze in der Ostkurve gesperrt bleiben.

Die Fans von Union Berlin feiern im Olympiastadion. ©SID JOHN MACDOUGALL

Text und Fotos: SID

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