Vereinbarung mit der UN: FIFA will Korruption und Kriminalität bekämpfen

Wien (SID) – Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich wieder einmal die Bekämpfung von Korruption und Kriminalität auf die Fahnen geschrieben. Die FIFA und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) haben am UNDOC-Hauptsitz in Wien eine Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“) unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit in dieser Hinsicht zu verstärken. FIFA-Präsident Gianni Infantino und UNODC-Exekutivdirektorin Ghada Waly setzten am Montag ihre Unterschriften unter das Dokument.

„Ich bin überzeugt, dass die FIFA als Weltverband des Fußballs – des Spiels der Welt – und die Vereinten Nationen, die Organisation der Welt, hervorragende Verbündete sein werden und freue mich sehr, dass UNODOC und FIFA ihre Kräfte mit der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung bündeln, um den Fußball und Sportevents vor Korruption zu schützen, Jugendkriminalität vorzubeugen und Kinder und junge Sportler vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen“, sagte Waly.

Laut Infantino ist die Vereinbarung „ein Meilenstein für unsere Organisation und unterstreicht einmal mehr die absolute Entschlossenheit der FIFA für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Korruption im Fußball“.

Der wegen seiner Amtsführung und eines Strafverfahrens in der Schweiz umstrittene Infantino konnte den Posten des FIFA-Präsidenten auch aufgrund der zahlreichen Korruptionsaffären beim Weltverband vor seiner Wahl übernehmen. So wurden unter anderem sein Vorgänger Joseph S. Blatter und dessen designierter Nachfolger Michel Platini wegen dubioser Geldzahlungen gesperrt.

Gianni Infantino (l.) und  Ghada Waly. ©SID JOE KLAMAR

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