Zingler schließt Rücknahme der Zuschauer-Teilzulassung nicht aus

Berlin (SID) – Präsident Dirk Zingler von Fußball-Bundesligist Union Berlin geht im Kampf gegen die Corona-Pandemie für die nähere Zukunft von mehreren Szenarien aus. Auch eine Rücknahme der derzeit geltenden Regelung von bis zu 20 Prozent Auslastung der Stadien schließt der 56-Jährige nicht aus.

„Wir rechnen weiter mit dem schlimmsten Fall, also, dass wir eine Zeit lang ohne oder mit wenigen Zuschauern spielen müssen“, sagte Zingler dem kicker. Er könne nicht einmal damit rechnen, dass die Teilzulassung aufrechterhalten werde. „Wenn die Infektionszahlen steigen und dem Gesundheitssystem Überlastung droht, muss auch das richtigerweise wieder kassiert werden“, betonte Zingler.

Union hatte im Juli mit Plänen für ein volles Stadion zum Saisonstart für Aufsehen gesorgt. Zu diesem Zweck wollte der Klub alle 22.000 Zuschauer seiner Spiele auf eine Corona-Infektion testen lassen.

„Menschen brauchen sozialen und körperlichen Kontakt, brauchen Nähe, auch beim Fußball. Unser Sport lebt doch davon. Deshalb verfolgen wir unser Konzept der präventiven Tests weiterhin sehr intensiv“, äußerte Zingler.

Für Unions Präsidenten ist der Besucher im Stadion weiterhin wichtiger als der TV-Zuschauer. „Wenn wir im Zuge der Corona-Krise von einem Nutzen sprechen können, dann von dem, dass die Bedeutung der Menschen im Fußballstadion zugenommen hat“, sagte Zingler. 

Bei Union sage man schon seit Jahren, dass der Zuschauer im Stadion am wichtigsten sei. „Das haben alle jetzt noch mal vor Augen geführt bekommen“, so Zingler.

Zingler schließt Rücknahme von Teilzulassung nicht aus. ©FIRO/SID

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