Arbeitssieg gegen Havelse: Mainz kommt erst spät auf Touren

Mainz (SID) – Der FSV Mainz 05 musste im DFB-Pokal zumindest eine gute Stunde lang schon wieder eine Blamage fürchten. Der Fußball-Bundesligist, der im Vorfeld von Corona-Problemen geplagt wurde, gewann in der ersten Hauptrunde nach einem Pausen-Rückstand letztlich deutlich 5:1 (0:1) gegen den Viertligisten TSV Havelse.

Jean-Philippe Mateta (57., 79., 90.), Adam Szalai (77.) sowie Robin Quaison (86.) trafen für die Rheinhessen, die im Vorfeld der Partie zwei Testspiele wegen positiven Tests innerhalb der Mannschaft absagen mussten. Gegen Havelse fehlten drei Profis wegen Corona-Infektionen. Noah Plume hatte die Niedersachsen in Führung gebracht (17.). Beim Liga-Auftakt wartet mit RB Leipzig ein ganz anderes Kaliber auf die Mainzer.

In der Vorsaison war der FSV in der ersten Runde beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gescheitert. Von dieser Pleite erholte sich der Klub lange Zeit nicht. Im November wurde Trainer Sandro Schwarz entlassen, unter seinem Nachfolger Achim Beierlorzer mussten die Mainzer bis zum Saisonende gegen den Abstieg kämpfen.

Wie zehn andere unterklassige Klubs hatte Havelse sein Heimrecht abgegeben. Grund dafür waren die Corona-Auflagen, die von den Vereinen nicht umgesetzt werden können. Die Partie in der Mainzer Arena fand vor 1000 Zuschauern statt. Laut der neuen Corona-Ordnung des Landes Rheinland-Pfalz, die am Mittwoch in Kraft tritt, darf der FSV zukünftig vor rund 3000 Zuschauern spielen.

Die Mainzer, bei denen Robin Zentner den Torwart-Zweikampf gegen Florian Müller für sich entschieden hat, erarbeiteten sich in den ersten Minuten drei gute Chancen. Nutzen konnte der Erstligist aber keine der Möglichkeiten. Wesentlich besser machte es Plume auf der Gegenseite. Unmittelbar nach der Führung lag sogar das zweite Tor für Havelse in der Luft.

Der FSV war in dieser Phase völlig von der Rolle. Mehr als einen gefährlichen Freistoß von Daniel Brosinski hatte der Favorit nicht zu bieten (30.). Was die Mainzer in der ersten Hälfte zeigten, war insgesamt ganz schwach. Daran änderten auch die Chancen von Jonathan Burkhardt und Jean-Paul Boetius in der 44. Minute nichts.

Nach dem Seitenwechsel wurde es aus Sicht des Bundesligisten nicht besser. Zentner verhinderte gegen Yannik Jaeschke den zweiten Gegentreffer (48.). In der 51. Minute vergab FSV-Stürmer Mateta aus kurzer Distanz die Großchance zum Ausgleich. Sechs Minuten später machte es der Franzose besser. Schon vor dem Ausgleich wirkten die Niedersachsen etwas müde, der große Kampf zuvor hatte Kraft gekostet.

Nach einer Stunde stand der FSV ganz dicht vor der Führung. Die Gelegenheiten häuften sich. TSV-Torwart Norman Quindt hielt großartig. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte das Unentschieden weiter Bestand. Der eingewechselte Szalai und Mateta brachten Mainz auf die Siegerstraße.

Mateta erzielt gegen Havelse drei Tore. ©SID KAI PFAFFENBACH

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